Die Crew auf fremden Planken. Zu Gast an Bord der "Shelter".

Montag, 20. Oktober 2014

Auf der hohen Kante

19./20.10.2014 / Grenaa -  Sejerø

Aufgrund der unruhigen Wetterlage ist es schwer, groß im Voraus zu planen.
Somit war heute erstmal ausschlafen angesagt ... dachten wir. Also, schlafen konnten wir schon. Aber gegen 10 Uhr beschloss der Skipper, dass wir 12 Uhr ablegen sollten, um noch etwas Strecke gen Süden zu machen. Wir müssen einfach jedes Wetterfenster nutzen, dass sich zum Segeln in unsere Richtung eignet.




Wir verließen den schönen Hafen von Grenaa mit Ziel Sejerø - eine kleine Insel nördlich vom Großen Belt.




Den Start machte Kenneth. Ablegen, raus aus dem Hafen und später unter Segeln und ordentlich Krängung (Schräglage) übers Wasser fegen. Da es gerade nicht regnete und die Temperaturen sich wieder im angenehmen, weil zweistelligen, Bereich bewegten, hatten wir, auf der hohen Kante sitzend, unseren Spaß.




Blick von der "hohen Kante" hinab ins brodelnde Ostseewasser




Später übernahm Harry das Steuer. Regen kam auf, es wurde ungemütlich. Aber zusammen hielten wir das Wetter aus. Es reicht ja, wenn sich zwei den Pelz nass machen. Deswegen wurde auch Quirl Ira immer wieder unter Deck gescheucht :-)

Brrr-Wetter. Nur der Wind sorgte für ordentlich Segelspaß

















Harry im Steuerparadies











Anschließend übernahmen Ira und Kenneth, während wir uns, leicht angefroren, unter Deck in Koje und Salon verteilten.


Der Regen hatte kurz vorher aufgehört, es kündigte sich ein Segelabend mit schönem Sonnenuntergang an. Wäre da nicht die Böenwalze gewesen, die frontal auf uns zu "rannte". Durch geschickte Navigation schafften sie es jedoch, das Wettergebiet zu umrunden und die zweite Ausgabe davon hinter uns zu lassen.



Aber so kamen wir dann doch noch in den Genuss eines wunderschönen Sonnenuntergangs



Gegen 20 Uhr legten wir im Hafen der Insel Sejerø an. Wegen der wieder aufgekommenen starken Winde suchten wir uns den langen Steg an der Innenseite der Mole aus. Schön viel Platz, um die Shelter bei diesem Wind an den Steg zu bekommen.
Ich hätte zu gerne ein Foto von uns gehabt, als wir uns - immer noch die letzten Leinen in der Hand - umdrehten und ziemlich nah hinter uns eine ziemlich große Fähre rangierte. Mit schreckensweiten Augen befürchteten wir kurzzeitig, das wir am eigentlichen Anleger der Fähre lagen. Zum Glück galt das Anlegemanöver dem benachbarten Hafenbecken, wie im Foto von heute Morgen gut zu erkennen.


Tief durchatmen, Deck aufräumen, Essen kochen und genießen, schlafen gehen.

Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht. Auf alle Fälle ausschlafen und die Wetterprognosen studieren. Vermutlich starten wir am Nachmittag bzw. Abend, segeln die Nacht durch und legen im Morgenlicht in Spodsberg an. So der Plan.
Was das Wetter daraus macht, steht auf einem anderen Blatt ...

2 Kommentare:

  1. Die Nacht durchsegeln? o.O
    *Daumen drück*

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  2. Danke!Aber das ist auch eher ein Thema von Kenneth und Ira. Harry und ich "üben" noch, sich im Dunkeln mit all dem Geblinker und Geblitze von Leuchtfeuern, Tonnen und weiß-der-Teufel-noch zurecht zu finden. Aber zu viert sollten wir das gut schaffen. Einer steuert, einer macht den Supporter für Kurs und der Überwachung "feindlicher großer Pötte", die leider auch nachts durchs Wasser pflügen. Die anderen zwei schlafen oder ruhen an Deck oder in der Koje.

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